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25 Jahre Soester Hockey-Club

07. 09. 2021
"Unsere Ablösung vom Soester SV im Jahre 1996 war der absolut richtige Schritt", stellte Tim Gosewinkel, seit zwei Jahren 1.Vorsitzender des Soester Hockey-Clubs, in seiner Festrede im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25jährigen Vereins-Bestehen am Ardey ganz klar fest. Gleichzeitig richtete er seinen Dank an verdiente Männer wie Thomas Hinze und Ralf Gebel, die diesen Verein entscheidend geprägt haben.
Es war am Samstag ein großes, buntes Fest am Ardey: neben einer "Hockey-Olympiade" für Klein und Groß gab es auch eine bestens besuchte Hüpfburg, viele Gäste und interessierte Besucher. Kontakte wurden gepflegt und geknüpft und das Training und Spiel der Eltern-Hockey-Mannschaft, sowie am Nachmittag das Nachwuchs-Turnier bildeten weitere Höhepunkte. "Wir können endlich mal wieder alle corona-konform zusammen sein. Das war uns wichtig. Die Planung war ja lange corona-bedingt gefährdet und schwierig, aber heute haben wir einfach einen Tag für uns", strahlte HCS-Geschäftsführerin Laura Conzendorf.
Aktuell stellt der Verein ein Damen- und ein Herren-Team, in dem inzwischen Aktive aus der Eltern-Hockey-Mannschaft, den "Hockeybilities", punktuell aushelfen können. Den Schwerpunkt sieht Tim Gosewinkel allerdings im Nachwuchs-Bereich: "Wir sind ein Jugend-Sport-Verein", stellte er ganz klar fest und verband dies im Anzeiger-Gespräch mit seiner nachdrücklichen Hoffnung auf eine Entscheidung am 8.September des Sportausschusses der Stadt Soest zu Gunsten eines wasserbasierten neuen Kunstrasen-Platzes am Ardey. Seine Begründung ist quasi ein Plädoyer für die Zukunft des Jugend-Hockeys in der Sport-Stadt Soest: "Ein sandunterfüllter Rasen ist zwar ein Heim-Vorteil, aber wenn wir keinen wasserunterfüllten Platz bekommen, befürchten wir in der Nachwuchs-Förderung und technischen Grundausbildung von anderen Vereinen zukünftig komplett abgehängt zu werden", erklärt der ehemalige Regionalliga-Spieler: "Uns würde in der technischen Grundausbildung eine komplette Dimension fehlen. Auf wasserverfülltem Rasen springt der Ball und Du kannst ihn ditchen und heppen, also über den gegnerischen Schläger quasi heben. Da geht es um die Rafinesse unseres anspruchsvollen Spiels und aktuell ist es so, dass unsere Jugendlichen auswärts große Schwierigkeiten haben. Denn da sind alle Plätze wasserverfüllt und der Ball läuft schneller und die genannten Techniken werden gegen uns angewendet, ohne das wir diese trainieren können. Das ist ein großes Problem", so Gosewinkel, der selbst seit über 20 Jahren spielt: "Vor 17 Jahren wurde der Platz hier erneuert und aus Natur- wurde Kunst-Rasen. Das war schon ein großer Sprung, aber der nächste Schritt ist nun für uns zukunftsweisend und existentiell wichtig."
2019 gelang den Soester Hockey-Damen vorübergehend der Sprung in die Oberliga und alljährlich sind Jugend-Teams bei der Sportlerehrung der Stadt präsent. Aktuell generiert der Verein vor allem bei den Jüngsten großen Zuwachs: im sogenannten "Mini-Bereich" erscheinen regelmäßig über 20 Mädchen und Jungen unter sechs Jahren zum "Training". "Hier geht´s vor allem darum motirische Defizite abzubauen und motorische und koordinative Fähigkeiten zu fördern", erläutert Laura Conzendorf: "Das wird sehr gut angenommen und ist in diesem Umfang über Kontakte in Kindergärten entstanden."
In seiner Festtags-Rede ging der Dank von Tim Gosewinkel an die vielen treuen Vereinsmitglieder, die auch während der schwersten Pandemie-Lage dem Hockey-Club zugehörig blieben und an die "Soester Hockey-Familie", in der er auch viele Freunde und Wegbegleiter gefunden hat. "Hockey ist ein fairer und technisch anspruchsvoller Sport. In unserem Verein haben wir einen großen Nachwuchs-Bereich mit engagierten Trainern und unterstützenden jungen Trainern. Ohne die Unterstützung der Eltern wären die weiten Fahrten in unserem Sport mit weit gestreuten Vereinen nicht möglich und dieser Tag heute wäre heute ohne die tolle Arbeit des Orga-Teams genau so wenig möglich", wußte Gosewinkel seine Dankbarkeit richtig zu platzieren. Nach seiner Ansprache wurde auf einer Leinwand ein interessanter Film gezeigt, in dem die Vereins-Entwicklung seit 1996  anschaulich dokumentiert wurde.
Bei der originellen "Olympiade" für Klein und Groß mit vielen Voranmeldungen und vergleichbar vielen spontanen Teilnehmern standen vom Sackhüpfen über Geschicklichkeits-Übungen mit dem Schläger und verschieden großen Bällen Team-Work und Spaß im Mittelpunkt. Ähnlich war es nachmittags beim vom ehemaligen Jugend-Übunsgleiter Klaus Habernickel angeleiteten Training und Spiel der bunt gemischten Eltern-Mannschaft. Spaß, lustige Sprüche der Schläger-Cracks und das Miteinander zählte. Uwe Kamen war früher Geschäftsführer im Verein, spielte 18 Jahre bei TSC Eintracht Dortmund und absolvierte dort auch einige Zweitliga-Spiele als Torwart: "Im Hockey-Zirkus ist es wie in anderen Randsportarten wie Basketball auch. In unserer Generation kennt man sich und hat Spaß sich zu sehen. Es geht familiär zu und das ist auch hier das Schöne", zwinkerte der Ü50-Spieler.
Beim internen Turnier mit fünf Mannschaften wurde dann quer durch alle Altersklassen guter Nachwuchssport gezeigt. Unterstützt wurden die Mädchen und Jungen in ihren Teams von Spielern der aktuellen Herren-Mannschaft und bei allem Ehrgeiz kam auch hier der gemeinsame Spaß bei Groß und Klein nicht zu kurz. Das "Miteinander" war das Thema des Tages  beim top-corona-konform organisierten Vereins-Jubiläum des Soester HC und die Hoffnung auf eine Entscheidung "Pro Hockey" am 8.September im Sportausschuss der Stadt Soest war allgegenwärtig.
 
Ein Artikel von Christof Lurse
 

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